Stress

"Was gerade geschieht, steht in Verbindung mit dem, was vorher passierte und wird beeinflussen, was folgt. 

Verhaltensweisen sind die Konsequenzen aus anderen Handlungsfolgen."

(Dorit Urt Feddersen-Petersen)


In der heutigen Zeit sind bei Hunden Depressionen, Angst oder/und Erschöpfungszustände, diverse gesundheitliche Probleme, Verhaltensstörungen bis hin zum Burnout keine Seltenheit mehr.


Ja, bei Hunden, Sie haben richtig gelesen. Und dies ist wissenschaftlich belegt. Hunde haben ausgeprägtere Sinnesorgane als Menschen, ebenso müssen sie sich wohl oder übel unserer Menschenwelt anpassen, was uns Menschen selbst auch nur bedingt gelingt.


Sie sind bedeutend stressanfälliger eben auf Grund ihrer ausgeprägteren Sinnesorgane und nehmen ihre Umwelt auf unterschiedliche Weise wahr. Ebenso brauchen sie viel mehr Zeit und Raum, all das Erlebte zu verarbeiten. Der Körper braucht ein gewisses Maß an Stress, er ist für Hund und Mensch Überlebenswichtig. In Maßen!


Bei zu viel Stress kann der Körper keinen Ausgleich mehr finden. Ein Teufelskreis beginnt, denn Stress löst Reizbarkeit aus und Reizbarkeit löst wieder Stress aus. Es ist sehr wichtig, Stress bei Hunden zu erkennen, die Auslöser zu finden und zu beheben. Leider geschieht das in den wenigsten Fällen. Mit zu den häufigsten Stressfaktoren gehören Trennungs- oder Verlustangst.


Oftmals wird der Hund missverstanden in seiner Ausdrucksweise, obwohl er uns sein Unwohlsein klar macht. Wird er übergangen und auf seine Belange nicht eingegangen, kann das zu verschiedenen Konsequenzen führen. Auch lernt der Hund daraus, für sein Wohlsein, sein Überleben selbst zu sorgen, da der Mensch trotz der Anzeichen nichts unternimmt, dass es dem Hund besser geht. 


Ungehorsam, Dominanz, Stur/Bockigkeit und andere menschliche Attribute werden dem Hund dann angedichtet. Von zu wenig ausgelastet, reden oftmals „Hundespezialisten“, die zu Rate gezogen werden.


Mit Verhaltensweisen, die der Halter doof am Hund findet, kommt der Halter oftmals nicht klar. Es ist anstrengend und soll beseitigt werden, sofort und ganz schnell. Egal wie. Das kann nicht des Menschen ernst sein, wo bitte schön ist da die Liebe zum Tier?


Natürlich gibt es Menschen, wie Sie, die den Text bis hierher gelesen haben, die jedoch Hilfe suchen und ihrem Hund helfen wollen, bisher allerdings nicht wussten wie. Das kann ich verstehen, denn die meisten "Angebote" an Hilfe richten sich eher gegen anstatt für den Hund. Und die Angebote sind vielfältig, da blickt selten einer durch.


Für mich als Hundemama von 4 wunderbaren Hunden ist weniger mehr und so gestalten wir unseren Alltag. Stress in Maßen und gaaanz viel Ruhe und Schlaf. Das Wohlbefinden meiner Hunde steht an oberster Stelle. Fühlen sie sich wohl, geht es mir auch gut und der Selbstheilungsprozess nimmt seinen Lauf. Im Laufe der Zeit habe ich mich eingehend mit der Wissenschaft der Hunde (Kynologie) beschäftigt und tue es weiterhin. Tagtäglich.


Besonders das Thema Stress ist in vielen Fällen der Schlüssel für viele Verhaltensauffälligkeiten. 


Als Mobile Hundebetreuung und Gassiserviceanbieterin ist es nur selbstverständlich, anderen Hunden und ihren Menschen Hilfe bei diesem wichtigen Thema anzubieten.